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am 20.07.2018 - 12:16 Uhr

Im Projekt „Gute Jugendpolitik“ stehen weiterhin die Modellkommunen, politische Gespräche und dieses Jahr besonders die Aktion #AllePolitikIstJugendpolitik zur ressortübergreifenden Jugendpolitik im Mittelpunkt.

Modellkommunen

Bad Dürkheim: Im Mai hat das Jugendkomitee Bad Dürkheim seine neuen Sprecher*innen gewählt. Die Treffen finden immer noch regelmäßig alle 3-4 Wochen statt, dazwischen wird in Arbeitsgruppen gearbeitet. Aktuell ist die Stadt Bad Dürkheim mit der Umsetzung des Calisthenics Parks (Körpereigengewicht-Park), der vom Jugendkomitee initiiert wurde, beschäftigt. Weitere Projekte sind die Einrichtung eines Grillplatzes, der nächste Jugendkongress und die Kommunalwahl 2019.

Bad Kreuznach: In Bad Kreuznach begleitet der Landesjugendring Vertreter*innen der Jugendarbeit bei einer Strategieentwicklung zur Zukunft der Jugendarbeit in der Stadt Bad Kreuznach.

Politische Gespräche

Der Landesjugendring führt regelmäßig Gespräche mit der Ministerpräsidentin, Minister*innen und Mitgliedern des Landtags Rheinland-Pfalz, insbesondere den jugendpolitischen Sprecher*innen von CDU, SPD, FDP und Grünen. Dabei geht es um diverse jugendpolitische Themen von „Wahlalter 16“ bis zu Förderbedingungen der Jugendverbände – das Thema eigenständige Jugendarbeit ist dabei immer zentral.

#AllePolitikIstJugendpolitik

Im Juni hat sich die Projektgruppe zu der Aktion #AllePolitikIstJugendpolitik das erste Mal in Bad Dürkheim getroffen. Aktuell befindet sich die Gruppe in der Konzeptionierungsphase. Das Projekt wird von medien.rlp medienpädagogisch begleitet.

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am 30.03.2022 - 14:02 Uhr

Zum 36. Mal führt die Landeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit dem Landtag Rheinland-Pfalz den Schüler- und Jugendwettbewerb durch. Das Ziel ist es wieder, möglichst viele junge Menschen zu motivieren, sich mit politischen Themen auseinander zu setzen – nach dem Motto „Mitgedacht- mitgemacht!“.

Die Themen:

Glückwunsch zum Jubiläum! 75 Jahre Rheinland-Pfalz

Gegründet kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, hat das Land Rheinland-Pfalz eine bewegte Geschichte hinter sich, die gefeiert werden will.
Das Land feiert seinen 75. Geburtstag – und das ist Grund genug, nicht nur zurück, sondern auch in die Zukunft zu blicken.

Zwischen Lockdown und Restart – Leben und Lernen in einer digitalen Welt
Lange war „online“ immer bloß die Alternative. Bis plötzlich mit dem Ausbruch der Pandemie Vieles kaum mehr anders möglich war:
Vom Buchen von Zeitfenstern im Freibad über die virtuelle Weihnachtsfeier bis hin zum Unterricht, der von heute auf morgen nur noch digital stattfand. Mit so vielen Präsentationen, Plattformen und Passwörtern waren wir noch nie konfrontiert.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass nicht alle in unserer Gesellschaft über den gleichen Zugang zu den notwendigen Ressourcen verfügen.

Die Flut wird Narben hinterlassen
Die Flutkatastrophe, die auch Teile von Rheinland-Pfalz in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 schwer getroffen hat, ist eine der schwersten Naturkatastrophen Deutschlands seit vielen Jahrzehnten. Es sind viele Opfer zu beklagen, es herrscht Trauer und die materiellen Schäden sind sehr hoch. Die Welle der Solidarität nach den schrecklichen Ereignissen belegt aber auch, dass wir als Gesellschaft Verantwortung zeigen und Kraft haben.

Der Einsendeschluss ist der 08.04.2022. Weitere Infos findet Ihr hier: https://www.politische-bildung.rlp.de/veranstaltungen/schueler-und-jugendwettbewerb

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Hier könnt ihr euch zur Jugendsammelwoche anmelden.

Wenn ihr euch angemeldet habt, schicken wir euch zwei Wochen vor Sammlungsbeginn die Sammelunterlagen per Post zu. Diese Frist ist beabsichtigt zeitlich knapp gewählt, damit wir auf eventuell notwendige Änderungen aufgrund des Pandemiegeschehens eingehen können.

Anmeldungen, die nach dem 01.04.2022 eingehen, werden schnellstmöglich bearbeitet.

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am 30.03.2022 - 13:57 Uhr

Katharina Binz, Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz diskutiert mit dem Verein „Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz und der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, wie sich die rechtliche und gesellschaftliche Situation im Hinblick auf Diskriminierungsfreiheit und Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt in Rheinland-Pfalz über die Jahrzehnte verändert hat und was zu tun bleibt.

Welche Gruppen standen in welchen Zeiträumen im Fokus von Diskriminierung und Ausgrenzung und wie hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz von Vielfalt verändert?

Wie sahen die entsprechenden gesellschaftlichen Diskurse darüber aus und welche Organisationen und Institutionen versuchten mit welchem Erfolg, Vielfaltsakzeptanz zu steigern und die Situation der von Diskriminierung betroffenen Gruppen und Personen zu verbessern?

Welche Instrumente und Gesetze entwickelte das Land zum Diskriminierungsschutz und welche Anlaufstellen wurden geschaffen – welche müssen noch geschaffen werden?

Podiumsgäste:

Katharina Binz (Ministerin für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz)

Torsten Jäger und Joachim Schulte

(Verein „Netzwerk diskriminierungsfreies Rheinland-Pfalz)

Heike Fritzsche (Antidiskriminierungsstelle des Bundes)

Anmeldung:

Bis zum 1. April 2022 bitte auf der Homepage über:

https://www.politische-bildung.rlp.de/veranstaltungen/ oder https://s.rlp.de/hDB21

oder über die Mailadresse anmeldung@politische-bildung-rlp.de

Die Veranstaltung ist barrierefrei, mit Gebärdendolmetschung.

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am 10.06.2022 - 10:07 Uhr

Was braucht es für eine jugendgerechte Politik und wie kann die Jugendstrategie mit einem Nationalen Aktionsplan für Kinder- und Jugendbeteiligung weiterentwickelt werden?

Workshops zu diesen und weiteren Fragen, Diskussionen mit Politikerinnen und Politikern, anregende Impulsvorträge und ein vielfältiges Abendprogramm: Das alles und noch viel mehr gibt es auf der diesjährigen BundesJugendKonferenz (BuJuKo22).

Wenn du zwischen 14 und 27 Jahren bist, kannst du vom 02.-04. September mit Vertreter*innen aus Bundespolitik, Verbänden und Projekten ins Gespräch kommen und jugendpolitische Themen diskutieren, die wichtig für dich sind. Rein analog und live vor Ort erwartet dich in der Jugendherberge am Ostkreuz in Berlin ein buntes Programm.
Alle Informationen zur Veranstaltung und zur Anmeldung hier:
www.bundesjugendkonferenz.org
Eine Anmeldung ist bis zum 10. Juni möglich. 


Rückfragen:
bundesjugendkonferenz@stiftung-spi.de

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am 05.09.2022 - 11:55 Uhr

Die Broschüre der Landesfachstelle Hessen „Queere Jugendarbeit" richtet sich an ehren- und hauptamtlich Aktive aus der Kinder- und Jugendarbeit und alle Interessierten, die sich und ihre Strukturen für die Bedarfe von trans* und nichtbinären Jugendlichen sensibilisieren oder ihr Wissen vertiefen möchten. Darin geht es unter anderem um Wege zur Sensibilisierung von Jugendverbänden, damit sie zu sicheren Orten für trans* Jugendliche werden, um trans* Themen in der außerschulischen Jugendbildung und um rechtliche Grundlagen für Jugendleiter*innen rund um queere Jugendarbeit.

In vielen Verbänden und Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit nehmen Themen im weiten Feld sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt mittlerweile einen Platz ein. Das ist nicht weiter verwunderlich. Denn die Aufgabe der Jugend(verbands)arbeit ist es, junge Menschen in ihrem Aufwachsen und ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten und bestmöglich zu unterstützen. Dass Jugendliche dabei ganz unterschiedlich sind und sein dürfen, das steht für ehren- und hauptamtliche Fachkräfte, Teamer*innen, Multiplikator*innen meist außer Frage. Dennoch bestehen weiterhin Unsicherheiten im Umgang mit trans* und nicht-binären Jugendlichen, sie werden alltäglich mit Unwissenheit, Ignoranz und Diskriminierung ihnen gegenüber konfrontiert. Die politischen Kämpfe von Aktivist*innen und die dadurch gestiegene mediale Sichtbarkeit, machen es trans* und nichtbinären Jugendlichen inzwischen schon etwas leichter, zu sich selbst zu finden. Dennoch wird das Thema der geschlechtlichen Vielfalt noch immer von vielen Vorurteilen, Stereotypen und Fehlinformationen begleitet. Auch Herkunftsfamilien bieten oftmals nicht genug Rückhalt für queere Jugendliche. Umso wichtiger sind Möglichkeiten für Entwicklung und Empowerment im sozialen Umfeld, in Gruppen und Freizeiträumen.

<h2 style="margin-right: 0cm; margin-left: 0cm;">Die Broschüre kann kostenlos bestellt oder als PDF heruntergeladen werden. Hier: https://www.queere-jugendarbeit.de/shop/

Quelle: Hessischer Jugendring Newsletter Juni 2022 vom 15.06.2022

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am 16.12.2020 - 14:34 Uhr

Die Arbeit von Jugendverbänden ist stark geprägt vom Engagement für eine demokratische und offene Gesellschaft. Dieses Engagement schließt immer auch die Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus mit ein. Die allermeisten unserer Mitgliedsverbände wissen sehr gut, wie sie sich im Umgang mit rechten Tendenzen, Anfeindungen im Netz etc. verhalten können. Dennoch möchten wir Jugendverbänden mit diesen Handlungsempfehlungen eine Unterstützung für Situationen geben, die besonders im Verbandsalltag auftauchen können. Mit dieser Publikation positioniert sich der Landesjugendring einmal mehr gegen Diskriminierung, Rassismus und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und schärft den Blick für die Bedeutung von Jugendverbänden als Werkstätten der Demokratie.
Der Landesjugendring sowie seine Mitgliedsverbände sind Teil der Zivilgesellschaft und wir nehmen den gesellschaftlichen Wandel sehr genau wahr. Ausdrücklich nehmen wir in diesem Kontext auch Bezug auf Angriffe auf politischer bzw. parlamentarischer Ebene gegen einige unserer Mitgliedsverbände, die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen im Allgemeinen.
Diese Handreichung soll Anlass sein, uns einmal mehr, gegenseitig zu bestärken im Engagement für eine demokratische Gesellschaft ohne Diskriminierung, in der sich jede*r frei entfalten kann.  

Die Arbeitshilfe ist als Download hier erhältlich.
Die gedruckte Version kann kostenfrei hier bestellt werden.

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am 05.09.2022 - 11:59 Uhr

Mit der Sexualstrafrechtsreform, #MeToo oder dem aktuell geplanten Selbstbestimmungsgesetz schlagen feministische Bestrebungen Wellen in Deutschland. Doch dagegen richtet sich auch organisierter Hass und Gewalt. Meist unter einem gemeinsamen Nenner: Antifeminismus. Antifeminismus ist eine wachsende Bedrohung für Einzelpersonen und feministische Organisationen. Die Amadeu Antonio Stiftung reagiert darauf und stellt ein digitales Tool gegen antifeministische Erzählungen vor.

Das Online-Tool gegen-antifeminismus.de bietet Informationen und Argumentationshilfen gegen die zehn häufigsten antifeministischen Behauptungen rund um das Thema geschlechtsspezifische Gewalt.

Antifeministische Akteur*innen mobilisieren immer großflächiger und drängen zivilgesellschaftliche Arbeit in der Unterstützung Gewaltbetroffener oder im Themenfeld Gleichstellungs- und Geschlechterpolitik zurück. Tahera Ameer, Programmvorstand der Amadeu Antonio Stiftung, erklärte, dass Engagierte entweder einen Angriff fürchten müssen oder bereits massiven Attacken ausgesetzt sind. Die Angriffe reichen von sexistischen Hetzkampagnen gegen Kommunalpolitiker*innen, massiven Gewaltaufrufen und Hate Speech, Diffamierungskampagnen gegen LQBTIQA+-Projekte, bis hin zu Einschüchterungsversuchen gegen Stellen zur Schwangerschaftskonfliktberatung oder Migrant*innenselbstorganisationen, führt Ameer weiterhin an.

Das Tool soll auch darüber aufklären, dass antifeministische Ideologie über gemeinsame Feindbilder und Falschinformationen funktioniert. Die rassistische Vereinnahmung des Themas Gewalt gegen Frauen gehörte bereits vor der Kölner Silvesternacht 2015/16 zu den zentralen Strategien rechtsextremer Propaganda. In den letzten Monaten richten sich Angriffe verstärkt gegen das Selbstbestimmungsgesetz und damit gegen trans Menschen, vor allem trans Frauen. Dies geht einher mit Verschwörungserzählungen von einer vermeintlichen „Homo- und Translobby“ oder dem „vom Judentum erfundenen Feminismus, um die westliche Welt zu zerstören“. Auch im Zuge des Angriffskriegs gegen die Ukraine finden sich neben antisemitischen Narrativen auch antifeministische. So werde nicht nur der vermeintliche „Faschismus“, sondern auch „Gayropa“ bekämpft.

<h2 style="margin-right: 0cm; margin-left: 0cm;">Gut informierte Argumente gegen gängige antifeministische Narrative

Auch Dr. Yvonne Niekrenz, Projektleiterin beim Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern e.V. weiß: „Antifeministischen Behauptungen argumentativ gut entgegenzutreten, stellt sich teilweise als sehr schwierig dar. Denn die Gegenseite benutzt Falschinformationen, verdrehte Realitäten oder widerspricht sich teilweise sogar selbst“. Sie ergänzt, dass das Tool niedrigschwellig Zusammenhänge zeigt und Nutzer*innen einen Realitätscheck mit Fakten und Zahlen an die Hand gibt. So kann das Tool, laut Niekrenz, ganz praktisch in der Bildungsarbeit angewendet werden, um Menschen gegen antifeministische Falschbehauptungen zu sensibilisieren.

Das Tool konnte mit Unterstützung der Open Society Foundations und im Austausch mit einzelnen Mitgliedern des „Bündnis Istanbul-Konvention“ entwickelt werden. Das Bündnis setzt sich für die vollständige Umsetzung des „Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ in Deutschland ein und besteht aus Frauenrechtsorganisationen und Verbänden mit dem Arbeitsschwerpunkt geschlechtsspezifische Gewalt. Auch ihre wichtige Arbeit soll mit dem Tool unterstützt werden.

„Wir sehen seit Jahren einen Anstieg an antifeministischen Angriffen auf unsere Arbeit und Kolleg*innen“, bestätigte Heike Herold, Geschäftsführerin von Frauenhauskoordinierung e.V., „die nötige Gegenwehr frisst viel Zeit und Ressourcen, was Einfluss auf unsere tägliche Arbeit hat. Die Angriffe haben zum Ziel, feministische und Gleichstellungsmaßnahmen zu verhindern oder umzukehren.

Quelle: Amadeu Antonio Stiftung vom 29.06.2022

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Armut ist ein zentrales gesellschaftliches Problem in Deutschland und in Rheinland-Pfalz, obwohl wir das Glück haben, in einem der reichsten Länder der Erde zu leben. Das belegte zuletzt 2010 der Armuts- und Reichtumsbericht der Landesregierung.

Von Armut sind auch in Rheinland-Pfalz in besonderem Maße Kinder und Jugendliche betroffen. Das bedeutet für sie: weniger Geld, weniger Möglichkeiten, weniger Chancen auf Teilhabe, Bildung, Gesundheit und Respekt.

Kinder und Jugendliche sind die Zukunft unserer Gesellschaft. Sie alle haben ein Recht auf Förderung, Unterstützung, Anerkennung und Respekt. Als Jugendverbände im Landesjugendring treten wir daher respektlosen Sichtweisen entgegen, mit denen Jugendarmut verharmlost oder verdrängt wird. Von Armut betroffene, sozial benachteiligte junge Menschen sind nicht „selbst schuld“. Armut und Benachteiligung haben vielfältige gesellschaftliche Ursachen. Dazu gehören vor allem mangelhafte Sozialleistungen, ein nicht mehr ausreichendes solidarisches Gesundheitssystem, ausgrenzende Faktoren im Bildungssystem und der Abbau von guten und abgesicherten Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.

Kinder und Jugendliche müssen als Basis für eine demokratische Gesellschaft der Gegenwart und der Zukunft wieder in den Blick genommen werden. Ein gesellschaftliches Problem wie Kinder- und Jugendarmut ist nicht sicherheitspolitisch, z.B. mit einer Verschärfung des Jugendstrafrechts, zu bekämpfen. Stattdessen brauchen wir mehr staatliches und zivilgesellschaftliches Engagement zur Bekämpfung von Jugend- und Kinderarmut.

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am 30.03.2022 - 14:13 Uhr

Der Bundesjugendring steht an der Seite der Kolleg*innen und Freund*innen des Ukrainischen Jugendrings (NYCU). In einem dringenden Aufruf wendet der NYCU sich an die internationale Gemeinschaft. Hier ist noch einmal der offene Brief in der deutschen Übersetzung.

Dringender Brief des Nationalen Jugendrates der Ukraine an die internationale Gemeinschaft

Am 24. Februar werden russische Streitkräfte in die Ukraine einmarschieren, zu Lande, zu Wasser und in der Luft, und es ist der größte Angriff eines Staates gegen einen anderen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Die russische Führung unter Putin hat die Verlegung von Truppen in die Ukraine genehmigt, was den Beginn eines großen Krieges auf dem europäischen Kontinent bedeuten würde. Russische Raketen regneten auf ukrainische Städte nieder. Berichten zufolge strömten Truppenkolonnen über die Grenzen in die östlichen Regionen Tschernihiw, Sumy, Charkiw und Luhansk und landeten auf dem Seeweg in den Hafenstädten Odessa und Mariupol in der Region Cherson im Süden. Der Aggressor begann mit dem Artilleriebeschuss des ukrainischen Territoriums und der Siedlungen entlang der Staatsgrenze. Die Luftwaffe der Streitkräfte der Ukraine wehrt einen Luftangriff des Angreifers ab. Das Kriegsrecht wurde am 24. Februar 2022 ab 5:30 Uhr für 30 Tage verhängt. Der Präsident traf diese Entscheidung im Zusammenhang mit der militärischen Aggression der Russischen Föderation gegen die Ukraine und auf der Grundlage des Vorschlags des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates.

Der Nationale Jugendrat der Ukraine als solidarische Zivilgesellschaft und Vertretung der Jugend in der Ukraine hat bis zur letzten Minute ausschließlich diplomatische Wege zur Beilegung der russischen Aggression unterstützt. Wir betonen weiterhin, dass Frieden ein fortlaufender Prozess des Aufbaus inklusiver Gesellschaften ist, der ständige Bemühungen und Aufmerksamkeit erfordert, und dass die Rolle der Jugendorganisationen in diesem Prozess entscheidend ist.

Wir informieren auch darüber, dass es ziemlich schwierig ist, unsere Aktivisten ins Ausland zu evakuieren, da von verschiedenen Seiten der Grenze Kämpfe geführt werden. Gleichzeitig sind wir bereit, jungen Menschen in der Ukraine zu helfen, die Erlaubnis zu erhalten und eine Lösung für die Evakuierung aus der Ukraine durch unsere internationalen Kontakte zu finden.

In einer Zeit, in der sich unser schönes Land in einem Krieg befindet und das Leben junger Menschen bedroht ist, ist es unmöglich, zu schweigen und nicht über die Zukunft Europas ohne die Ukraine zu sprechen.

Wir rufen die gesamte zivilisierte Welt auf, der Ukraine beizustehen und die russische Aggression zu stoppen:

  • Wir bitten die Mitgliedsorganisationen des Europäischen Jugendforums und die nationalen Jugendräte und ihre Mitglieder, zu proaktiven Bürger*innen ihrer Länder zu werden, sich an ihre Regierungen, Parlamentsmitglieder, Kongressabgeordnete/Senatsvertreter*innen, Unternehmen, die mit der Russischen Föderation zu tun haben, das Europäische Parlament und den Europarat zu wenden und harte Sanktionen und ein vollständiges Handelsembargo gegen die Russische Föderation mit Abkopplung von SWIFT und anderen zu fordern, bis die militärische Besatzung beendet ist;
  • Finanzielle und humanitäre Hilfe für die Ukraine ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere für die zivilgesellschaftlichen Organisationen. Als aktive Bürger*innen sind sie die ersten, die in dieser Zeit Menschen in Not durch humanitäre Aktionen für lokale Gemeinschaften unterstützen.
  • Sicherheit und finanzielle Unterstützung für zivilgesellschaftliche Aktivist*innen und Jugendleiter*innen in der Ukraine zu gewährleisten, da sie unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges als erste von Repression und Verfolgung bedroht sein werden, zu politischen Gefangenen werden oder vom Aggressor gefangen genommen werden. Wir werden ermutigt, uns auf die humanitäre Krise der Migration vorzubereiten. Jugend-Nichtregierungsorganisationen sollten sich für bessere humanitäre Maßnahmen für die Jugend in der Ukraine, die Bevölkerung und die Kämpfer einsetzen.
  • Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit Waffen und Ausrüstung, um die Zukunft der Ukraine zu schützen.
  • Bankkonto zur Unterstützung von NYCU-Mitgliedsorganisationen bei humanitären Aktionen: UA063510050000026000878990396 (UAH). Aufgrund des Kriegsrechts sind alle Transaktionen nur in ukrainischen Griwna (UAH) möglich. Sie können sich auch an nycukr[at]gmail.com wenden, um mit der Leitung der Jugendorganisationen in Kontakt zu treten und Transaktionen für andere Währungen durchzuführen.
  • Bitte lassen Sie uns wissen, ob Sie jungen Menschen aus der Ukraine helfen können, sich in Ihr Land zu begeben.

Wenn keine sofortigen Maßnahmen ergriffen werden, wird die Weltgeschichte diesen Tag als den Tag der westlichen Schande und des völligen Versagens der Außenpolitik gegenüber Russland in Erinnerung behalten.

Stehen Sie der Ukraine bei!

Die Leitung von NYCU ist bereit, an jedem internationalen Format für einen Dialog für den Frieden teilzunehmen und bittet um Berücksichtigung durch alle Strukturen, die zu einer solchen Veranstaltung einladen!

Vielen Dank für die Unterstützung der Ukraine und der Jugend für Frieden und Sicherheit in Europa!

***

<h3 style="margin:2pt 0cm 0.0001pt">Urgent Letter of the National Youth Council of Ukraine to the international community

24th of February will Russian forces invaded Ukraine by land, air and sea and it is the biggest attack by one state against another in Europe since World War ІІ. Russia's leadership, led by Putin, has approved the movement of troops into Ukraine, which would be the beginning of a major war on the European continent. Russian missiles rained down on Ukrainian cities. There are reported columns of troops pouring across borders into the eastern Chernihiv, Sumy, Kharkiv and Luhansk regions, and landing by sea at the port cities of Odessa and Mariupil, Kherson region in the south. The aggressor began artillery shelling of the territory and settlements of Ukraine along the state border. The Air Force of the Armed Forces of Ukraine is repelling an air attack by the invader. Martial law was imposed from 5:30 on February 24, 2022 for a period of 30 days. The President made the decision in connection with the military aggression of the Russian Federation against Ukraine and on the basis of the proposal of the National Security and Defense Council.

The National Youth Council of Ukraine as a solidary civil society and representation of youth in Ukraine, to the last minute we have supported exclusively diplomatic ways to resolve the Russian aggression. We continue to emphasize that peace is an ongoing process of building inclusive societies, which requires constant effort and attention and the role of youth organizations is crucial in this process.

Also, we inform that it is rather difficult to carry out evacuation abroad of our activists as from various parties of border fights are conducted. At the same time we are ready to help young people in Ukraine to obtain permission and find a solution to evacuate from Ukraine through our international contacts.

At the same time when our beautiful country is under full-scale war and the lives of young people are under threat, it is impossible to be silent and do not talk about the future of Europe without Ukraine.

We call on all the whole civilized world to stand with Ukraine and stop Russian aggression:

  • we ask European Youth Forum member organizations and national youth councils, and its members became proactive citizens of all countries to reach our their governments, members of parliaments, ongressperson/senate representative, businesses who dealing with Russia federation, European Parliament, Council of Europe and demand heavy sanctions and full trade embargo to the Russian Federation with disconnection from SWIFT, and other until military occupation will stop;
  • Financial and humanitarian assistance for Ukraine is crucial, especially directly to the civic society organizations. As active citizens they are the first to support people in need during this period of time through humanitarian actions for local communities.
  • ensure security and financial support to civic activists and youth leaders in Ukraine, as in the conditions of full-scale war they will be the first to face the threat of repression and persecution, become political prisoners or to be taken prisoner by the aggressor. We are encouraged to be prepared for the humanitarian crisis of migration. Youth nongovernmental organizations would stand for delivering better humanitarian action for youth in Ukraine, population and militants.
  • Ukrainian forces weapon supply and equipment to protect the future of Ukraine.
  • Bank account for supporting NYCU member organizations for humanitarian actions: UA063510050000026000878990396 (UAH). Due to martial law all transactions available only at UAH, ukrainian hryvnia, or contact nycukr@gmail.com for being in touch with youth organizations leaders for transaction for private multi currency accounts.
  • Please, let us know if you could help young people from Ukraine to support relocation to your country.

If no immediate actions are taken, world history will remember this day as the day of Western disgrace and utter failure of foreign policy towards Russia.

Stand with Ukraine!

NYCUkraine leadership is ready to participate in any international format for dialogue for peace and would like confirmation to all structures who are inviting for such an event!

Thank You for Support of Ukraine and youth for peace and security in Europe!

Quelle: https://www.dbjr.de/artikel/aufruf-des-ukrainischen-jugendrings

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