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Migration / Interkulturelle Öffnung

Jugendverbände haben sich zur Aufgabe gestellt, junge Menschen – unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft – in ihrer Persönlichkeit umfassend zu fördern und sie zur Übernahme von Verantwortung und zur Beteiligung an gesellschaftlichen Prozessen anzuregen. In diesem Sinne begreifen wir die Beteiligung und Gleichberechtigung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf allen Ebenen der Gesellschaft als eine dringende Aufgabe. Daher versuchen wir, eine stärkere soziale Teilhabe und rechtliche Gleichstellung von Kindern und Jugendlichen mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund zu fördern. Ihnen muss von Anfang an signalisiert werden, dass ihre Teilhabe in der rheinland-pfälzischen Gesellschaft normal, selbstverständlich und gewünscht ist. Sie müssen beispielsweise den gleichen Zugang zu Bildung – angefangen bei frühkindlichen Angeboten, Ausbildung und Erwerbsarbeit – haben wie Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Dies muss unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus (z. B. sogenannte „illegal“ Zugewanderte) wie auch unabhängig von ihrem Herkunftsland gelten.

Der Anteil von jungen Rheinland-Pfälzer*innen mit einem Migrationshintergrund ist hoch. Vielfalt stellt einen Gewinn für unsere Gesellschaft dar und diese Vielfalt soll auch abgebildet werden. Zuwanderung ist ein bereichernder Prozess, der Impulse für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft gibt. Doch in vielen Bereichen der Gesellschaft sind Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund noch nicht angemessen repräsentiert. Verschiedenste Formen von sozialen und rechtlichen Diskriminierungen und eine „Integrations-Debatte“, die häufig nicht demokratische Teilhabe, sondern Anpassung und Verwertbarkeit in den Vordergrund stellt, erweisen sich hier als Schranken.

Besonders in den letzten Jahren mussten viele Menschen aus anderen Ländern ihre Heimat verlassen und hier ein neues Leben beginnen. Die sogenannte „Flüchtlingskrise“ hat das Thema Zuwanderung zwar wieder in den Vordergrund gerückt, das Verständnis von Integration hat sich jedoch nicht bedeutend verändert. Auch dieser Herausforderung haben sich die Jugendverbände gestellt. Ehren- und Hauptamtliche begleiten und unterstützen junge Menschen mit Fluchterfahrungen sowohl im Verbandsleben als auch in ihrem Alltag, um nachhaltige Integration und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. Im Rahmen unseres vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geförderten Projekts „Gemeinsam in die Zukunft. Interkulturelle Öffnung von Jugendverbänden in Rheinland-Pfalz“ nehmen wir uns auch dieser Seite von Integration an und hinterfragen gemeinsam mit unseren Mitgliedsverbänden bestehende Strukturen von interkultureller Jugendarbeit und Diversität in Jugendverbänden. Auch kooperieren wir mit migrantischen Jugend Selbstorganisationen (MJSO), um ihre Aufnahme in die Strukturen der Jugendförderung und -vertretung zu unterstützen.

 

 

Positionen LJR: siehe Downloads in blau hinterlegten Kästchen

 

 

Positionen DBJR:

https://www.dbjr.de/artikel/gefluechtete-willkommen/

https://www.dbjr.de/artikel/uneingeschraenkte-solidaritaet-mit-fluechtenden-menschen/

https://www.dbjr.de/artikel/jugendverbandsarbeit-und-integration/

https://www.dbjr.de/artikel/deutschland-als-migrationsgesellschaft-gestalten/

 

 

MFFJIV: 5. Zuwanderungsbericht (2011-2015) Rheinland-Pfalz

https://mffjiv.rlp.de/fileadmin/MFFJIV/Integration/5._Zuwanderungs-_und_Integrationsbericht.pdf

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Mitglied werden

Der Landesjugendring ist offen für alle landesweit tätigen Jugendverbände. Die Mitgliedschaft ist an einige Voraussetzungen geknüpft wie z.B. eine Aktivität auf Landesebene und eine bestimmte Größe des Verbandes. Weiterführende Informationen zur Mitgliedschaft finden sich hier:

Richtlinien des Landesjugendringes zur Prüfung von Aufnahmeanträgen

Aktuell bemüht sich der Landesjugendring auch darum, Jugendverbände aus dem Bereich der Migrant*innenselbstorganisationen für eine Mitgliedschaft zu gewinnen und damit die Teilhabe aller landesweiten Beteiligten in der Arbeitsgemeinschaft zu ermöglichen.

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Neue Kolleginnen im LJR. Die Geschäftsstelle ist wieder vollständig besetzt

am 16.12.2020 - 15:07 Uhr

In unserer Geschäftsstelle gibt es einige personelle Änderungen und Neuerungen:
Neue Geschäftsführung, neue Bildungsreferentin und neue Verwaltungsfachkraft. Das Team in der Raimundistraße 2 in Mainz ist wieder vollständig!

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Neues Projekt: „Gemeinsam in die Zukunft – interkulturelle Öffnung der Jugendverbände in Rheinland-Pfalz“

am 20.07.2018 - 12:26 Uhr

Der Landesjugendring Rheinland-Pfalz führt seit 1. Dezember 2017 mit mehreren engagierten Mitgliedsverbänden das Projekt „Gemeinsam in die Zukunft – interkulturelle Öffnung der Jugendverbände in Rheinland-Pfalz“ durch.

Die erste Fachtagung des Projektes wird am 01.12.2018 von 10 bis 15 Uhr im Don Bosco Haus in Mainz stattfinden.

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News

16.06.21 / Pressemeldung Podcast zum Thema Adultismus: 5 Fragen in 5 Minuten an 5 junge Menschen

Der Landesjugendring Rheinland-Pfalz veröffentlicht in den kommenden Wochen, fünf  Podcast-Folgen zum Thema Adultismus. Dabei beantworten fünf junge Menschen, die in der Jugendarbeit aktiv sind, die eine Ausbildung machen oder die die Universität besuchen, fünf Fragen zu ihren persönlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten in unserer Gesellschaft.

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10.06.21 / Pressemeldung Jugendministerium erhöht Förderung für soziale Bildung

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01.06.21 / Pressemeldung Heute ist internationaler Kindertag!

Der Landesjugendring Rheinland-Pfalz macht zum heutigen, internationalen Kindertag wiederholt darauf aufmerksam, dass die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen während der Pandemie oftmals in Vergessenheit geraten sind. Junge Menschen mussten sehr früh und bis heute sehr starke Einschränkungen hinnehmen. Sie hatten und haben in der Corona-Politik kaum Priorität.

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03.05.21 / Pressemeldung Jugend ist vertreten, aber nicht sichtbar in der Ressortverteilung – warum steht nicht darauf, was drin ist?

Dem Landesjugendring Rheinland-Pfalz liegt der Entwurf des Koalitionsvertrags von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP vor. Das Thema Jugend wird auf der einen Seite stark thematisiert, zugleich soll es aber aus dem Titel des zuständigen Ministeriums gestrichen werden. In einer Koalition des Aufbruchs und der Zukunftschancen erwartet der Vorstand des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz als Vertretung junger Menschen in diesem Land, dass auch im Titel darauf steht, was drin ist.

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Parteien

Wollt ihr wissen, wofür die Parteien sich einsetzen? Schaut doch mal auch auf ihren Internetseiten nach! Die Parteien, die in dieser Wahlperiode im Landtag sind, haben wir mal hier für euch zusammengetragen:

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Politische Bildung

Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie. Nicht nur durch die ihnen innewohnenden partizipativen Strukturen, ihre Grundelemente der Selbstorganisation, Freiwilligkeit, Toleranz und Lernfeld für ein soziales Miteinander. Auch im Rahmen von Veranstaltungen und Projekten der politischen Jugendbildung wird das thematische Ziel der Demokratieentwicklung verfolgt, beispielsweise durch die theoretische und praktische Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Teilhabe, durch die Entwicklung der Kompetenz zum Verständnis und zur kritischen Hinterfragung gesellschaftlicher Strukturen und Zusammenhänge, durch die Auseinandersetzung mit ausgrenzenden und intoleranten Strukturen und Verhaltensweisen – um nur einige thematische Felder der politischen Jugendbildung in Jugendverbänden zu nennen.

Themen und Inhalte der Politischen Bildung können gesellschaftliche, weltweite und auch persönliche Fragestellungen in ihrer Verknüpfung und ihren gegenseitigen Bedingungen sein. Politische Bildung ist dabei nicht im engen Sinne „auf Politik bezogene Bildung“ zu verstehen, sondern in einem umfassenderen Sinn. Alle weiteren Informationen findet ihr in den Förderrichtlinien Politische Bildung.

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Politische Bildung stärken

Mehr Ressourcen für Politische Bildung und Demokratiebildung für Kinder und Jugendliche!

Wir machen uns stark für Vielfalt und Offenheit und stellen uns Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, und anderen Formen der Ausgrenzung entgegen. Um sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit einsetzen zu können, brauchen Träger der Jugendarbeit Ressourcen und Unterstützung in einer starken Zivilgesellschaft, die sich nachhaltig für Toleranz und ein friedliches Miteinander einsetzt.

  • Wir fordern eine schrittweise, jährliche Erhöhung der Tagesfördersätze für Maßnahmen der politischen Jugendbildung sowie Schulung Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit um jeweils einen Euro, beginnend mit 8 Euro pro Tag und Teilnehmende und vorläufig endend mit 10 Euro im Jahr 2022.
  • Wir fordern die Stärkung der politischen Bildung, der Gedenkarbeit und des Netzwerkes für Demokratie und Courage e.V.. Um konstruktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können, ist es notwendig, Haltung zu entwickeln und zu zeigen.

 

 

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Positionen & Beschlüsse

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Unsere Mitgliedsverbände

Jugendverbände sind die wichtigsten Träger der Jugendarbeit und decken ein weites Spektrum wertegebundener Jugendarbeit ab. Die Jugendverbände in Rheinland-Pfalz erreichen mit ihren Angeboten jährlich rund 200.000 Kinder und Jugendliche. Ihre Arbeit wird auch von der gesetzgebenden Instanz als besonders förderungswürdig angesehen und steht daher unter einem eigens definierten gesetzlichen Schutz.

So heißt es im Kinder- und Jugendhilfegesetz:

"Die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände und Jugendgruppen ist unter Wahrung ihres satzungsgemäßen Eigenlebens (...) zu fördern" (§ 12 des SGB VIII/Kinder- und Jugendhilfegesetz).

Jugendverbandsarbeit als Teil der Jugendarbeit soll laut Kinder-und Jugendhilfegesetz  Kinder und Jugendliche "zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und führen" (§ 11 SGB VIII). Jugendverbände setzen diesen Auftrag in ihrer jeweils eigenen Weise um. Die Mitgliedsverbände im Landesjugendring unterscheiden sich zwar in der Ausrichtung ihrer konkreten Arbeit, allen gemeinsam ist jedoch die Förderung des Aufwachsens junger Menschen im Sinne demokratischer, sozialer und persönlicher Bildung.

Jugendverbände werden getragen durch ehrenamtliches Engagement und sind damit eine der wichtigsten Säulen der Zivilgesellschaft. Gemeinsame Prinzipien wie Selbstorganisation, Partizipation, Freiwilligkeit und Selbstbestimmung sind wesentliche Elemente der Jugendverbandsarbeit und bieten in dieser Kombination ein einmaliges Lern- und Orientierungsfeld, sodass die Bedeutung der Jugendverbände auch als Bildungstragende für eine Vielzahl an sozialen und persönlichen Kompetenzen zunehmend von der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.

Unsere Mitgliedsverbände sind:

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