Wansch, ThomasAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
44 - Kaiserslautern II
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 28.05.1960

Beruf: Dipl. Verwaltungswirt (FH)

Erfahrung in der Jugendarbeit: Vors. des Pfälzer Turnerbundes, Vors. der Sportjugend Pfalz
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Rheinland-Pfalz arbeitet daran, dass Jugendpolitik als Querschnittsthema und –aufgabe verstanden wird und das nicht erst seit der letzten Wahlperiode. Alle 5 Jahre wird ein Kinder- und Jugendbericht extern erarbeitet. Er gibt Politikern die Möglichkeit, die Ressourcen und Wünsche von Kindern aufzunehmen und damit Jugendpolitik vor Ort zu gestalten. Über 2100 Kinder und Jugendliche im Land wurden befragt. Daher sehe ich die Notwendigkeit einer Neuausrichtung nicht, sondern werde es mir zur Aufgabe machen, den bisherigen Weg konsequent fortzuführen und die Forderungen der Kinder und Jugendlichen aus dem 2. Bericht nach Respekt, Ressourcen und Räume umzusetzen. Mit unserer Jugendstrategie „JES!“ sollen die jungen Menschen in Rheinland-Pfalz vor allem mit ihren Potentialen und ihrer Suche nach ihrem Platz in unserer Gesellschaft gesehen, anerkannt und wertgeschätzt werden.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Das Land Rheinland-Pfalz hat für das Jahr 2016 keine Kürzungen im Bereich der Jugendpolitik vorgenommen: Die Bereiche KITA und Jugend kann man nicht vergleichen und auch nicht gegeneinander aufwiegen. Für soziale Bildungsmaßnahmen wird das Budget 2016 um 300.000 Euro aufgestockt, auf dann 2 Millionen Euro. Diese Mittel sollen landesweit dafür bestimmt sein, dass Kinder und Jugendliche sowie Flüchtlingskinder sich Kompetenzen in der Konfliktbewältigung, den respektvollen Umgang zwischen Frauen und Männern und die freie Meinungsäußerung aneignen können.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Mein Ziel ist die Herabsetzung des Wahlalters bei Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre. Leider sind wir bei dem Versuch an der Zweidrittelmehrheit gescheitert, da die CDU sich dagegen aussprach. Ganz konkret steht für mich im Vordergrund, dass der zweite Kinder- und Jugendbericht von den Kommunen nicht nur zur Kenntnis genommen wird, sondern, dass die nur begrenzt vorhandenen kommunalen Mittel für besseren ÖPNV, Schulen und Räume wie Jugendtreffs eingesetzt werden.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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