Becker, MonikaAktionen

Partei
FDP – Freie Demokratische Partei
Wahlkreis
08 - Koblenz / Lahnstein
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 17.5.1955

Beruf: Beamtin, Vizepräsidentin a.D. der Struktur- und Genehmigungsdirektion Koblenz

Erfahrung in der Jugendarbeit: Als Schülerin Gruppenleiterin einer Jugendgruppe der DPSG Fulda; bis 2014 ord. Mitglied des Jugendhilfeausschusses im Rhein-Lahn-Kreis
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Die FDP stimmt der vom Landesjugendring geäußerten Meinung zu, dass gute Jugendpolitik keine Angelegenheit eines einzigen Ressorts ist. Vielmehr ist Jugendpolitik sowohl ein Kommunales wie auch überregionales Thema. Gute Jugendpolitik legt die Grundlagen für Chancenvielfalt der Heranwachsenden. Dabei muss zwischen außerschulischer und schulischer Jugendbildung unterschieden werden. Jugendpolitik beginnt für die FDP bereits in Kleinkindalter. Frühkindliche Erziehung muss – stärker als bisher- an Qualitätsstandards orientiert sein. Sicher, sauber, satt alleine reicht nicht. Im Rahmen der schulischen Jugendbildung setzt die FDP auf ein differenziertes, mehrgliedriges Schulsystem. „Macht jedes Kind schlau – aber keines gleich“ so lautet die Richtschnur. Berufliche Bildung ist hinsichtlich ihrer Wertigkeit mit der akademischen Bildung gleichzusetzen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Jugend- und Bildungspolitik gehören zusammen. Die FDP wird – sofern sie im Landtag vertreten sein wird – aktive Bildungspolitik im Sinne von Chancenvielfalt betreiben. Außerschulische Jugendarbeit ist ein wichtiges Thema. Sie muss inhaltlich und finanziell weiter unterstützt werden. Jugendverbände leisten neben Elternhaus und Schule einen wichtigen Beitrag, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern und sie zu einem Leben als eigenständige, gleichzeitig solidarische Bürgerinnen und Bürger zu führen.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die größte Herausforderung sehe ich in dem guten Miteinander zwischen deutschen Jugendlichen und solchen mit Migrationshintergrund. Hier gilt es deutlich zu machen, dass gutes Zusammenwirken die Zielvorgabe sein muss. Jugendpfleger, Sozialarbeiter, Lehrer sind diesbezüglich zu unterstützen und weiterzubilden.

 

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