Denninghoff, JörgAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
07 - Diez / Nassau
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 29.04.1966

Beruf: Zuletzt IT-Projektmanager
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Ebenso wie der Landesjugendring bin ich der Überzeugung, dass gute Politik mit jungen Menschen spricht statt über sie. Daher ist es für mich selbstverständlich mit Jugendlichen über politische Themen zu sprechen; Sei es in meiner Familie, meinem Bekanntenkreis, mit den Jusos oder anderen Jugendlichen auf diversen Veranstaltungen. Die Teilnahme und Zusammenarbeit mit Organisationen, wie beispielsweise dem Jugendforum Politik (Jufo) in meinem Wahlkreis, ist für mich nicht nur selbstverständlich, es macht auch riesigen Spaß! Ich schätze die Anregungen und kritischen Fragen, die auf Veranstaltungen von Jugendlichen, wie beispielsweise dem vom Jufo organisierten „Duell“ aufkommen sehr und versuche immer sie in meine Arbeit mit einzubeziehen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Zu dieser Frage würde ich gerne in dreifacher Hinsicht Stellung nehmen:

1.) Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass das Land, um den Haushalt zu konsolidieren und den Anforderungen der Schuldenbremse gerecht zu werden, in vielen Bereichen sparen muss. Mit dem vorhandenen Geld sparsam umzugehen soll aber bitte nicht als böswillige Knauserigkeit oder eine Benachteiligung von Jugendlichen verstanden werden. Im Gegenteil! Es ist ja gerade der Gedanke verantwortungsvoll mit finanziellen Möglichkeiten umzugehen, um die junge Generation in Zukunft nicht mit gemachten Schulden zu belasten.

2.) Die rot-grüne Landesregierung hat trotz der oben genannten Schuldenbremse und deren Anforderungen für das Jahr 2016 im Bereich der Jugendpolitik – im Gegensatz zu anderen Bereichen – keine Kürzungen vorgenommen. Teilweise konnte sogar zumindest kleinere Steigerungen zur Abdeckung von gestiegenen Personal- und Fixkosten erreicht werden.

3.) Jugendliche sind ebenso Teil dieser Gesellschaft, wie alle anderen Personengruppen auch. Das heißt aber auch, dass wir nicht nur etwas für Jugendliche tun, wenn wir konkret die Jugendarbeit unterstützen. Nein wir tun auch etwas, wenn wir die Berufsschule und die duale Ausbildung unterstützen und verbessern, wenn wir Projekte wie „Medienkompetenz macht Schule“ fördern, wenn ein Hochschulstudium kostenlos bleibt usw. Um noch konkreter zu werden: Mir persönlich ist es für meinen ländlich geprägten Wahlkreis zum Beispiel enorm wichtig, den öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern. Gerade Jugendliche sind ja auf diesen enorm angewiesen.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Ich werde meine bisherigen Schritte fortsetzen und zwar im Landtag und im Wahlkreis. Zum einen will ich im Landtag die Einführung des Wahlrechts ab 16 durchsetzen. Bisher hat die CDU die dafür notwendige 2/3 Mehrheit im Parlament verweigert. Hier werde ich aber nicht locker lassen und mich weiter engagieren. Zum anderen werde ich weiter im Wahlkreis an all den vielen „kleineren Schrauben“ drehen, die die von Ihnen genannten Rechte sichern. Das heißt weiter mit Jugendlichen reden, weiter gemeinsame Veranstaltungen etablieren, sich weiter für einen verbesserten ÖPNV einsetzen – denn wer schlecht irgendwo hinkommt, kann an vielem nur schlecht teilnehmen – die vielen haupt- und ehrenamtliche Projekte mit und für Jugendliche weiter unterstützen usw.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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