Sippel, HeikoAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
33 - Alzey
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 27.09.1964

Beruf: Diplom-Verwaltungswirt (FH), MdL

Erfahrung in der Jugendarbeit: In meiner Jugendzeit: Leiter des Jugendclubs TV Gimbsheim, Kreisvorsitzender der Jusos, Mitarbeit im CVJM
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Den Ausbau der Mitbestimmungsrechte von Jugendlichen halte ich für sehr wichtig. Dabei geht es mir nicht nur um die Absenkung des Wahlalters bei Kommunalwahlen auf 16 und mehr Beteiligungsrechte bei politischen Entscheidungen, sondern vor allem auch um eine gute Dialogkultur. Bei der Erstellung von Dorferneuerungskonzepten ist beispielsweise verpflichtend die Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen vorgesehen. Dieses Beispiel sollte Schule machen. Gesetzliche Regelungen allein reichen aber nicht aus. Der offene Dialog muss gelebt werden. Das habe ich bisher so gehandhabt und daran will ich weiter festhalten.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Im Wahlkreis Alzey ist die offene Jugendarbeit und die Verbandsarbeit gut organisiert. Auch von kommunaler Seite wird die Arbeit effektiv unterstützt. So verfügt beispielsweise der Kreisjugendring über einen hauptamtlichen Mitarbeiter. Die Stadt Alzey hat das Personalangebot im Jugendzentrum ausgeweitet. Die Kommunen unterstützen die offenen Treffs und die Vereinsjugendarbeit sehr effektiv. Da ich mich im Kreistag Alzey-Worms und im Stadtrat Alzey auch kommunalpolitisch engagiere, will ich daran mitwirken, die gute Struktur zu erhalten und wenn möglich weiter zu verbessern. Da die Schuldenbremse auch dazu dient, künftige Generationen von Schulden zu entlasten, halte ich diese für sinnvoll. Finanzielle Versprechungen will ich daher nicht machen.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die Umsetzung des Inklusionsgedankens liegt mir sehr am Herzen. Die Schulen stellen sich der Herausforderung sehr vorbildlich. Klar ist, dass die Strukturen nicht von heute auf morgen und überall optimal funktionieren; manche Entwicklungen brauchen Zeit. Aufgabe der Landespolitik wird es auch in Zukunft sein, die finanziellen Ressourcen sicher zu stellen und nachvollziehbare Konzepte zu liefern. Ich begrüße die Absicht, im Wahlkreis Alzey ein Förder- und Beratungszentrum einzurichten, um insbesondere die Arbeit der Schwerpunktschulen zu begleiten. Es besteht die Hoffnung, dass wir das zeitnah schaffen. Als einen der ersten Schritte würde ich das Vorhaben auf jeden Fall unterstützen. Bei der Integration von Migrantinnen und Migranten, derzeit vor allem von Flüchtlingen, setze ich auf das Miteinander und die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Hass und Hetze gilt es abzuwehren. Neben der Jugendarbeit kommt den Ganztagsschulen eine wichtige Rolle zu. Hier besteht die Möglichkeit, durch die verstärkte Einbeziehung von externen Angeboten gute Projekte zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu realisieren.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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