Bracht, Hans-JosefAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
16 - Rhein-Hunsrück
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 02.01.1955

Beruf: Diplom-Volkswirt

Erfahrung in der Jugendarbeit: Mitglied in zahlreichen Vereinen, in denen Jugendarbeit eine zentrale Rolle spielt
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Die Einbindung, die Kommunikation und der Dialog mit den Jugendlichen sind für mich Grundlage einer guten Jugendpolitik. Denn dadurch erfährt man die Bedürfnisse der Jugendlichen und man kann passgenaue Angebote in Angriff nehmen, die auch von den jungen Menschen angenommen werden. Denn nur dann ist Jugendpolitik erfolgreich.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Jugendpolitik ist Zukunftspolitik und besonders wichtig für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raumes. Daher haben wir in den letzten Jahren als regionale Politik – trotz angespannter Haushaltslagen – Maßnahmen ergriffen. So richten wir aktuell in Rheinböllen ein Jugendzentrum ein. Und auch auf Landesebene brauchen wir diese zukunftsgerichtete Schwerpunktsetzung: Ich möchte mich dafür einsetzen, dass im Landeshaushalt die Jugendpolitik mit Weitsicht ausfinanziert wird.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Teilhabe und Eröffnung von Perspektiven im ländlichen Raum – diese Herausforderungen gehen wir bereits an. Zentrale Jugendzentren, Jugendräume in vielen Dörfern und die Einbindung in Vereinen. Das muss die Politik nachhaltig unterstützen. Denn es ist aktive Jugendpolitik, um die jungen Menschen selbstbestimmte Teilhabe zu ermöglichen und ihnen gleichzeitig eine Perspektive im ländlichen Raum zu eröffnen.

 

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