Ernst, GuidoAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
13 - Remagen / Sinzig
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 09.11.1950

Beruf: Oberstudienrat

Erfahrung in der Jugendarbeit: Sportlehrer, Skifreizeiten, Fußballjugend, Tennisjugend
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Jugendpolitik kann nur sinnvoll im Gespräch mit denjenigen entwickelt werden, für die sie gemacht wird. Das sind die Jugendlichen. In direkter Kommunikation mit ihnen müssen wir eruieren, was ihnen wichtig ist, was sie bewegt. Deshalb kann man jetzt nicht sagen: „Das müssen wir für die Jugend tun“, abgesehen von wichtigen grundsätzlichen Dingen wie Bildung sichern, Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze durch gute Rahmenbedingungen schaffen etc. Konkrete weitere Ziele müssen im direkten Gespräch, aber auch im Austausch über moderne Kommunikationsformen gemeinsam erarbeitet werden.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Der Slogan der CDU in diesem Wahlkampf heißt „Frischer Schwung. Neue Kraft.“ Das ist ein zukunftsweisender Slogan. Zukunft geht nur mit Jugend, denn sie muss sie gestalten und sie wird in ihr leben. Jugendpolitik ist also grundsätzlich Zukunftspolitik. Das muss sich natürlich auch im Landeshaushalt darstellen. Unterfinanzierung in diesem Bereich hilft keinem. Andererseits muss der Haushalt finanziert sein, denn Schulden zahlt gerade die Jugend in Zukunft. Das will niemand. Spielräume können möglicherweise durch Umstellungen im Haushalt geschaffen werden. Dazu muss zunächst aber einmal eine genaue Bestandsanalyse, ein Kassensturz her, um solche Möglichkeiten aufzuzeigen. Dann sollten Spielräume für alle Altersgruppen gerecht genutzt werden.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Das Problem verschärft sich durch den demografischen Wandel, denn die Gruppe der Kinder und Jugendlichen ist kleiner geworden. Trotzdem muss der von Ihnen vorgetragene Anspruch ernst genommen und umgesetzt werden. Gerade auch im ländlichen Bereich, der in unserem Bundesland besonders ausgeprägt ist. Hier müssen Schulstandorte gesichert, der Nahverkehr gestärkt, die Angebote der Jugendarbeit nicht abgebaut sondern gefördert werden. Gerade durch die Asylpolitik werden Aufgaben der Jugendpolitik vielfältiger werden und neue Herausforderungen, z.B. in der Integration an die Gesellschaft und Politik stellen. Dafür brauchen wir die Jugend, hierbei müssen wir aber auch Jugendverbänden und Jugendorganisationen sowie Vereinen helfen.

 

PDF Download

Zurück zur Übersicht

Datenschutzerklärung