Meurer, ElfriedeAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
22 - Wittlich
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 24.01.1958

Beruf: Landtagsabgeordnete
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Jugendpolitik ist ein wichtiger Baustein in einer sich verändernden Gesellschaft. Wichtig ist, dass die Generationen in Kontakt kommen und miteinander reden. Nur so wissen wir, welche Projekte wir in Angriff nehmen müssen. Es nutzt nichts, wenn alle über Jugendpolitik reden, die Betroffenen dabei aber nicht zu Wort kommen. Gerade in den vergangenen Jahren ist die Lebenswirklichkeit für Jugendliche im Wandel. Es gibt vielfältige Angebote, aus denen die Jugendlichen auswählen können. Das stellt die Jugendverbände vor große Herausforderungen, die es anzupacken und zu kommunizieren gilt.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Unsere Jugend ist unsere Zukunft. Wir brauchen deshalb eine Jugendpolitik, die diese Zukunft auch planen kann. Wichtig ist daher, im Landeshaushalt eine adäquate Finanzierung dafür auszuweisen. Ohne finanzielle Mittel kann ein solches Ziel nicht erreicht werden. Und das schadet allen Generationen auf lange Sicht.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Eine Hauptherausforderung wird der demographische Wandel sein. In meinen Wahlkreis ist er in manchen Ortschaften schon deutlich zu spüren. Schwierige ärztliche Versorgung, Schulschließungen und ein unattraktiver ÖPNV sind Probleme, die es zu lösen gilt. Die Lebensverhältnisse auf dem Land und in der Stadt müssen gleichwertig sein, damit auch die Chancen für alle gleich sind, unabhängig von der Region, in der man wohnt. Hier kann man durchaus mehr tun, als es bisher geschehen ist. Es muss ein größeres Augenmerk auf die Jugendpolitik gelegt werden, damit die Jugendlichen überall im Land eine Zukunftsperspektive haben.

 

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