Roth, ThomasAktionen

Partei
FDP – Freie Demokratische Partei
Wahlkreis
06 - Montabaur
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 02.11.1960

Beruf: Unternehmensberater, Buchautor

Erfahrung in der Jugendarbeit: Als Kreisbeigeordneter des Westerwaldkreises sitze ich seit 2009 u. a. auch im Jugendhilfeausschuss
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Eine gute Jugendpolitik muss der Grundpfeiler für Chancengleichheit bzw. Chancengerechtigkeit sein. Hierbei darf weder nach Herkunft, Religion, Geschlecht, körperlichen Gebrechen oder sozialem Status unterschieden werden. Wir, die Freien Demokraten stimmen daher der Sicht des Landesjugendringes zu, dass gute Jugendarbeit zum einen ressortübergreifend stattfinden muss und zum anderen die Jugendlichen selbst mehr in die Verantwortung genommen werden müssen. Damit verhindert man, dass ausschließlich über Jugendliche gesprochen, aber nicht mit ihnen gesprochen wird. Für die FDP beginnt Jugendpolitik bereits im Kleinkindalter. Das viel zitierte „Sicher, sauber, satt“ genügt heutzutage nicht mehr. Frühkindliche Erziehung respektive Bildung muss sich an höheren Qualitätsstandards richten, da die bildungsentscheidenden Jahre eines Menschen zwischen 3-6 Jahren liegen. Als Politiker sollten wir zudem die Verpflichtung haben, mit der Jugend enger zu kommunizieren, da die Jugendlichen nun mal unser aller Zukunft sind. Ich selbst wurde im Jugendalter bereits 3 Jahre lang als Schülersprecher von der Schulleitung, der Lehrerschaft und den Eltern ernst genommen. Das ging nur durch viele, viele gemeinsame Gespräche, die ich bei einem Einzug in den rheinland-pfälzischen Landtag in Form einer regelmäßigen Jugendsprechstunde in meinem Wahlkreis anbieten würde.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Als Kreisbeigeordneter würde ich natürlich weiter auf der kommunalen Ebene die Angebote und Strukturen in meinem Kreis mit absichern helfen und nach Bedarf auch weiter auszubauen. Auch der Ausbau und den Erhalt der Infrastruktur nicht nur in meinem Wahlkreis sondern in ganz Rheinland-Pfalz ist zwingend notwendig. Da für mich Jugend- und Bildungspolitik zusammen gehören, und wir Freien Demokraten dies als das zentrale Thema bei uns im Wahlprogramm aufgreifen, gilt es auch bei einer Wahl in den Landtag sich dafür einzusetzen, dass der hierfür relevante Haushaltansatz sinnvoll angehoben wird, um Jugendliche neben der schulischen Bildung im Bereich Sport, Kultur, Musik etc. entsprechend zu fördern.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Teilhabe und Inklusion müssen noch stark verbessert werden. Das derzeitige Konzept ist leider nicht richtig ausgereift und funktioniert mehr in der Theorie als in der Praxis. Hier gilt es als erstes anzusetzen und mit den Verantwortlichen Vorort mehr in Dialog zu treten. Auch wenn ich persönlich die Abschaffung der Hauptschule als einen der elementaren Fehler unseres bis dahin recht gut funktionierenden Bildungssystems halte, so muss nun wenigstens die jetzige Schulform beibehalten werden. Dazu gehört u. a. die Förderschule genauso wie das Gymnasium. Es gibt nun mal keine Einheitskinder, so dass es auch keine Einheitsschulen geben darf. Jeder sollte die Möglichkeit haben, die auf seine Bedürfnisse und Neigungen zugeschnittene Schulform auswählen zu können.

 

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