Teuber, SvenAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
25 - Trier
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Die Beteiligung junger Menschen am politischen Prozess war mir als Lehrer und ist mir als Landtagsabgeordneter ein zentrales Anliegen. Daher habe ich mit meiner Trierer SPD u.a. auch das Jugendparlament installiert. Ich plädiere für eine Stärkung der Stimme des Landesjugendrings und die Herabsetzung des Lahlalters auf 16!
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Eine starke Stimme hängt nicht allein von Finanzen ab und dennoch konnten wir in Trier u.a. durch das erfolgreiche Werben um Jugend stärken im Quartier auch einen finanziellen Mehrwert erreichen. Auch das Jugendparlament soll für Jugendkongresse mehr Gelder bekommen. Es geht aber auch um Austausch und Vernetzung sowie das offene Ohr, das habe ich immer.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Eine der größten Herausforderungen sehe ich in der auseinandergehenden Schere zwischen Kindern in armen und wohlhabenden Haushalten. Wir müssen hier etwas stärker gegen Kinderarmut vorgehen! Der weitere Ausbau an gebührenfreien Bildungsangeboten, Jugendtreffs und verstärkter Elternarbeit ist daher in vollem Gang.



© Bild: Elisa Biscotti

 

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