Hüttner, MichaelAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
29 - Bingen am Rhein
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 28.06.1959

Beruf: Landtagsabgeordneter, davor: Kriminalbeamter

Erfahrung in der Jugendarbeit: In meiner Jugend habe ich mich bereits in Sportvereinen uvm. engagiert. Heute unterstütze ich Jugendvereine in ihrer Arbeit und auch die Beteiligung junger Menschen in meiner Partei.
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Das wichtigste ist, dass wir mit Jugendlichen reden und ein offenes Ohr haben. So konnte ich mich beispielsweise in meinem Wahlkreis auf Bitte von Jugendlichen hin für freie Graffitiflächen einsetzen. Das ist das wichtigste: Dass Jugendliche wissen, sie können sich melden und dann wird auch ganz konkret geholfen. Wir haben aber auch einige Themen, die wir auf Landesebene noch allgemein umsetzen wollen: Wir wollen das Wahlalter ab 16. Mit Jugendlichen zu reden und ihre Interessen zu vertreten ist eine Sache. Jugendliche sind aber auch selbst mündig und müssen die Chance haben, selbst zu entscheiden. Deshalb muss das Wahlalter herabgesetzt werden. Es gibt keinen Grund Jugendlichen ab 16 das Wahlrecht vorzuenthalten. Darüber hinaus wollen wir durch die Einführung des landesweiten Semestertickets die Mobilität junger Menschen landesweit erhöhen. Wir wollen, dass Bildung kostenfrei bleibt, von der KITA bis zum Studium. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass die Meister Ausbildung endlich kostenfrei wird. Auch der flächendeckende Breitbandausbau soll vorangetrieben werden, sodass auch auf dem Land schnelles Internet eine Selbstverständlichkeit wird. Wir setzen auch bei diesen Themen auf Dialog und wollen daher zusammen mit den Jugendverbänden wie dem Landesjugendring, aber auch der LandesschülerInnen-Vertretung, den Vertretern der Hochschulen usw. im Gespräch bleiben.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Ich denke im Bereich der Jugendarbeit geht es nicht um Fragen wie „Wer bekommt mehr?“ „Wieviel gibt es woanders?“. Wichtig ist, dass Jugendarbeit funktioniert und stattfindet. Dafür müssen wir notwendige Mittel bereitstellen unabhängig von Verteilungsschlüsseln oder Gießkannenlogiken. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Jugendthemen umgesetzt werden können. Dass dies Geld kostet ist klar. Wenn es dann Geld kostet, dann ist das so. Dann müssen wir das investieren. Allerdings nach Bedarf und nicht nach %.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Ich werde mich weiterhin vehement gegen jegliche Form von Fremdenhass, Homophobie oder Sexismus einsetzen. Junge Menschen müssen unabhängig von ihrer Herkunft die gleichen Chancen in ihrem Leben haben und dürfen nicht schlechtere Chancen und Möglichkeiten haben, nur weil ihre Eltern oder Großeltern aus einem anderen Land kommen. Auch deswegen ist gebührenfreie Bildung von Anfang an besonders wichtig. Homophobie muss bekämpft werden. Ich unterstütze daher die Initiative des Landes Rheinland-Pfalz unterm Regenbogen und die Initiative SchLAu RLP.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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