Schneid, MarionAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
36 - Ludwigshafen am Rhein II
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 27.12.1963

Beruf: Diplom-Betriebswirtin (FH)

Erfahrung in der Jugendarbeit: Früher Gruppenleiterin in der kath. Kirche, jetzt Vorsitzende bzw. in Jugendverbänden: des DKSB OV LU
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Jugendpolitik muss auf die jungen Menschen abgestimmt sein. Deshalb muss ein guter Kommunikationsaustausch stattfinden, d.h. Anliegen, die vor Ort in den Jugendeinrichtungen und –freizeitstätten, in Jugendvereinen und -verbänden und an den Schulen sichtbar werden, müssen aufgegriffen und im Jugendhilfeausschuss bzw. im Landesjugendhilfeausschuss thematisiert werden.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Wir brauchen gute Angebote und Strukturen in der Jugendarbeit. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich Jugendliche immer weniger in Vereinen binden wollen, müssen Angebote da sein, die gerne von Jugendlichen angenommen werden. Ich setze mich seit Jahren dafür ein, dass das Angebot in den Jugendfreizeitstätten und –einrichtungen nicht zurückgefahren werden muss. Auch auf Landesebene darf eine ausreichende Finanzierung nicht aus dem Blick geraten.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


In der Stadt nimmt die Anzahl der Kinder und Jugendlichen nicht ab, sondern eher zu. Das heißt zunächst, dass manche Angebote ausgeweitet werden müssen. Die weitere Herausforderung besteht darin, auf die veränderten Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen und passgenaue Angebote zu schaffen. Auch die Integration junger Asylsuchender bedarf weiterer Konzepte. Ich bin deshalb kontinuierlich in Kontakt mit den Verantwortlichen in der Jugendhilfe.

 

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