Lerch, HelgaAktionen

Partei
FDP – Freie Demokratische Partei
Wahlkreis
30 - Ingelheim am Rhein
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 21.03.1955

Beruf: Schulleiterin

Erfahrung in der Jugendarbeit: mehrjährige Erfahrung im Jugendhilfeausschuss des LK Mainz-Bingen, Erfahrungen als Lehrerin und Schulleiterin
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Die FDP stimmt der vom Landesjugendring geäußerten Meinung zu, dass gute Jugendpolitik keine Angelegenheit eines einzigen Ressorts ist. Vielmehr ist Jugendpolitik sowohl ein kommunales wie auch überregionales Thema. Gute Jugendpolitik legt die Grundlagen für Chancenvielfalt der Heranwachsenden. Dabei muss zwischen außerschulischer und schulischer Jugendbildung unterschieden werden. Jugendpolitik beginnt für die FDP bereits in Kleinkindalter. Frühkindliche Erziehung muss – stärker als bisher – an Qualitätsstandards orientiert sein. Sicher, sauber, satt alleine reicht nicht. Im Rahmen der schulischen Jugendbildung setzt die FDP auf ein differenziertes, mehrgliedriges Schulsystem. „Macht jedes Kind schlau- aber keines gleich“ so lautet die Richtschnur. Berufliche Bildung ist hinsichtlich ihrer Wertigkeit mit der akademischen Bildung gleichzusetzen. Im Falle eines Wiedereinzugs der FDP in den rheinland-pfälzisches Landtag werde ich Sprechstunden in meinem Wahlkreis auch für Jugendliche anbieten.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Jugend- und Bildungspolitik gehören zusammen. Als bildungspolitische Sprecherin meiner Fraktion werde ich – sofern die FDP im Landtag vertreten sein wird – aktive Bildungspolitik im Sinne von Chancenvielfalt betreiben. Als langjährige Fraktionsvorsitzende im Kreistag Mainz-Bingen bin ich seit Jahren mit der außerschulischen Jugendbildung befasst. Diese gilt es finanziell und inhaltlich weiter zu stärken, um Jugendliche neben der schulischen Bildung zu fördern.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die größte Herausforderung sehe ich in dem guten Miteinander zwischen deutschen Jugendlichen und solchen mit Migrationshintergrund. Hier gilt es deutlich zu machen, dass gutes Zusammenwirken die Zielvorgabe sein muss. Jugendpfleger, Sozialarbeiter, Lehrer, etc sind diesbezüglich zu unterstützen und weiterzubilden. In meinem Wahlkreis werde ich in einem intensiven Dialog mit dem Kreisjugendring, Einrichtungen der Jugendhilfe und Jugendverbänden stehen.

 

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