Schnieder, GordonAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
20 - Vulkaneifel
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 08.07.1975

Beruf: Kommunalbeamter

Erfahrung in der Jugendarbeit: durch verschiedene Vereinsarbeiten
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Wir erreichen große Teile der Jugend nicht mehr mit herkömmlichen Mitteln. Direkte und moderne Kommunikationsformen sind entscheidend. Mit ihnen können wir über den direkten Austausch auch passgenaue Angebote in Angriff nehmen. Da die langfristige Bindung an Vereine und Verbände seit Jahren deutlich abnimmt werden die Jugendverbände hier vor große Herausforderungen gestellt. Ich möchte die künftige Jugendpolitik dahingehend begleiten dem veränderten Lebensgefühl und der veränderten Lebensgestaltung junger Menschen Rechnung zu tragen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Unsere Jugend, unsere Zukunft! In dieser Aussage steckt auch das klare Ziel einer starken, nachhaltigen und ausfinanzierten Jugendarbeit, die m. E. unabdingbar ist. Die dauerhafte und bereits seit längerem greifbare Unterfinanzierung in diesem Bereich schadet aber nicht nur einer weitsichtigen Jugendarbeit sondern auch dem Zusammenhalt der Generationen insgesamt. Finanzielle Spielräume müssen in ausreichendem Maß allen Generationsgruppen zur Verfügung gestellt werden; so insbesondere auch der Jugendarbeit.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die Vulkaneifel ist ländlich geprägt mit großen demographischen Herausforderungen. Wir müssen Schwerpunkte im Bereich der Dualen Bildung setzen, um die jungen Fachkräfte vor Ort zu halten und ihnen eine berufliche und familiäre Perspektive zu geben. Der Rückgang des ÖPNV soll mit alternativen Verkehrskonzepten aufgefangen werden, um die Mobilität aufrecht zu erhalten. Die jungen Asylsuchenden brauchen zuerst eine Sprachförderung als Schlüssel zu Integration und umfassender Teilhabe.

 

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