Demuth, EllenAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
03 - Linz am Rhein / Rengsdorf
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 10.07.1982

Beruf: Diplom Briebswirtin

Erfahrung in der Jugendarbeit: Jugendpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Nach meiner Meinung sollte es in der neuen Legislaturperiode einen Jugendbeauftragten der Landesregierung geben, so wie es bereits einen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen oder Menschen mit Migrationshintergrund gibt. Dieser Jugendbeauftragte könnte sich eng mit den Jugendverbänden abstimmen und wäre eine starke Stimme der Jugend in der neuen Landesregierung. Dieser Jugendbeauftragte sollte dann mindestens einmal im Quartal zu einem „Runden Tisch Jugendpolitik“ mit Vertretern der Jugendlichen und Jugendverbänden, sowie dem zuständigen Ministerium und auch einem Vertreter der Staatskanzlei oder je nach Themenlage Vertretern bzw. Ministern weiterer thematisch betroffener Ministerien einladen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Ich werde mich auch weiterhin dafür stark machen, dass die Jugendarbeit sowohl auf Landes- wie auch auf Kommunalebene einen höheren Stellenwert erhält. Es muss noch deutlicher werden, dass die Jugendarbeit eine Pflichtausgabe ist und eine gute Investition in eine tolerante, demokratisch und weltoffene Gesellschaft der Zukunft.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Nach meiner Meinung ist die größte Herausforderung eine nachhaltige Beteiligung der Jugendlichen zu ermöglichen. Aus meiner Erfahrung der letzten Jahre weiß ich, dass sehr schwierig ist, einen Jugendbeirat über Jahre zu etablieren und zu erhalten. Ich erachte Jugendbeiräte, die von den Jugendlichen gewählt worden sind, und über ein eigenes Budget verfügen, für ein grundsätzlich sehr gutes Instrument in der Beteiligung von Jugendlichen. Darüber hinaus ist mir wichtig, dass Jugendliche –ungeachtet davon ob in der Gemeinde ein Jugendbeirat existiert oder nicht - in Gemeinderatssitzungen in denen es um Themen geht, die Jugendliche direkt betreffen – wie zum Beispiel ein neues Schwimmbad, eine Skateboardbahn u.ä. angehört werden und die Möglichkeit haben, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen.

 

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