Ganster, Dr. SusanneAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
47 - Pirmasens-Land
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 29.12.1976

Beruf: Diplom-Theologin

Erfahrung in der Jugendarbeit: KJG: Pfarrleiterin und Bezirksleiterin; bis heute „Köchin“ bei einer KJG-Freizeit; Mitarbeit im BDKJ (Moderation von Diözesanversammlungen)
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Jugendpolitik ist nur dann erfolgreich, wenn sie auch von jungen Menschen angenommen wird. Deshalb sind für die CDU direkte Kommunikationsformen entscheidend. Nur über den unmittelbaren Austausch können passgenaue Angebote in Angriff genommen werden. Zudem wollen wir die Jugendpolitik dahingehend begleiten, dem veränderten Lebensgefühl und der veränderten Lebensgestaltung junger Menschen Rechnung zu tragen. Die längerfristige Bindung an Verbände nimmt ab und gleichzeitig gewinnen moderne Kommunikationsformen an Bedeutung. Das ist insbesondere für die großen Jugendverbände eine große Herausforderung.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Jugendpolitik ist Zukunftspolitik. Deshalb bekennt sich die CDU klar zu einer starken und nachhaltigen Jugendpolitik. Im Rahmen des Landeshaushalts werden wir mit Bedacht und Weitsicht die Jungendpolitik ausfinanzieren. Eine dauerhafte Unterfinanzierung schadet nicht nur den jungen Menschen, sondern dem gesamten Land und dem Zusammenhalt der Generationen. Deshalb werden wir finanzielle Spielräume gleichermaßen für alle gesellschaftliche Altersgruppen gerecht nutzen. Darüber hinaus unterstütze ich vor Ort die Arbeit des Kreisjugendringes.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Der demografische Wandel führt in vielen Regionen unseres Landes zu einer Abnahme der Bevölkerung. Insbesondere junge Menschen spüren das durch eine Ausdünnung des Nahverkehrs, reduzierte Angebote der Jugendarbeit und Schulschließungen. Für die CDU ist es eine Kernherausforderung, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land aufrecht zu erhalten und so jungen Menschen auch auf dem Land faire Chancen zu bieten. Gerade in meinem ländlich geprägten Wahlkreis will ich mich für unterschiedliche Angebotsformen vor Ort einsetzen. Die Flüchtlingsfrage stellt insbesondere die zumeist jungen Asylsuchenden vor eine große Integrationsaufgabe. Hier ist eine umfassende Jugendpolitik gefragt, um diesen jungen Menschen eine selbstbestimmte Teilhabeperspektive zu bieten.

 

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