Braun, Dr. BernhardAktionen

Partei
GRÜNE – Bündnis 90/Die Grünen
Wahlkreis
35 - Ludwigshafen am Rhein I
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 30.06.1958

Beruf: Politikwissenschaftler

Erfahrung in der Jugendarbeit: Pfadfinder DPSG, 15 Jahre Mitglied, 5 Jahre Leiter CAJ (Christliche Arbeiterjugend), Zivildienst
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Ich nehme alle Termine wahr, zu denen mich Jugendliche direkt einladen, zum Beispiel die Diskussion mit dem Stadtjugendring in Ludwigshafen am 29. Februar „Bock auf Wahl“. Ich bin oft an Schulen und lade SchülerInnen und Jugendliche nach Mainz ein. Natürlich Kontakt zur Grünen Jugend, usw. In Ludwigshafen gibt es zum Beispiel einen eigenen Stadtplan für Kinder und Jugendliche. Daran haben Grüne mitgearbeitet. Und wir wollen, dass alle Jugendlichen umsonst in Museen und Theatern freien Eintritt haben, um eine kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe aller zu unterstützen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Die grüne Ministerin Irene Alt hat ja schon entsprechende Ansätze zur Mittelerhöhung und zur besseren Struktur der Jugendarbeit auf den Weg gebracht und umgesetzt. Ich unterstütze das immer und freue mich über die Fortschritte. Räume und Finanzen müssen aber auch in den Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Ohne Jugendzentren lässt sich nur schwer Jugendarbeit machen. Mehr Angebote müssen geschaffen werden. Mehr Geld für Jugendarbeit, vor allem für politische Aufklärung gegen rechte und Nazipropaganda ist wichtig. Ich bin für eine Aufstockung der Mittel.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Im Stadtrat Ludwigshafen werde ich demnächst mit der grünen Fraktion wieder einen Antrag zur Einführung eines Jugendparlamentes stellen. Die grüne Partei hat vor kurzem beschlossen, einen neuen Anlauf für ein Jugendparlament zu machen. Zur allgemeinen Teilhabe gehört auch die Unterstützung der interkulturellen Jugendtreffs. Auch die Projekte „Schule gegen Rassismus“ finde ich toll und mache gerne mit. Viele Schülerinnen und Schüler in Ludwigshafen machen mit bei der Anti-Rassismus –Arbeit, z.B. auch bei den Stolpersteinen. Wichtig ist auch eine Unterstützung gegen Hetze und rechte Propaganda im Netz. Ich unterstütze Medienprojekte und Jugendschutz.net.



© Bild: MZ Ring GmbH & Co. KG

 

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