Herber, DirkAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
42 - Neustadt an der Weinstraße
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 24.09.1979

Beruf: Polizeibeamter

Erfahrung in der Jugendarbeit: Ehemaliges Mitglied der Landjugend, ehemaliger Betreuer im Zeltlager Pfalz
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Wir können nur eine erfolgreiche Jugendpolitik betreiben, wenn wir denjenigen, um die es geht, zuhören. Für dieses Zuhören müssen wir mehr und mehr die modernen Kommunikationsformen nutzen, über die sich junge Menschen austauschen. Politik gestalten bedeutet für mich, dass ich mich immer an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiere. Diese Lebenswirklichkeiten sind gerade bei jungen Menschen einem stetigen Wandel unterworfen. Insofern ist es am wichtigsten, dass sich die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz immer diesen stetigen Wandel als Kompass nimmt und mit offenem Ohr die Wirklichkeit der Jugend wahrnimmt.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Mit einer weitsichtigen Neuausrichtung der kommunalen Finanzausstattung wird es uns gelingen, den Städten und Gemeinden wieder finanziellen Handlungsspielraum Einzuräumen. Mit diesen Spielräumen werden wir es den Verantwortlichen vor Ort ermöglichen Ihre Zukunft wieder mehr selbst zu gestalten. In dieser Zukunft wird die Jugend aufwachsen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass sich die Bedürfnisse dieser Generation in der Planung vor Ort abbilden. Nur eine ausgeglichene Finanzierung der Bedürfnisse aller Generationen schafft Zufriedenheit und fördert den Zusammenhalt von Jung und Alt.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die größte Herausforderungen sehe ich darin, gleichwertige Lebensverhältnisse für junge Menschen in der Stadt und auf den Dächern aufrecht zu erhalten. Um dies zu gewährleisten sind mit die wichtigsten Faktoren, dass wir die Angebote an Kindertagesstätten und schulische Infrastruktur auf dem höchstmöglichen Niveau halten. Der ÖPNV muss für junge Menschen attraktiv und bezahlbar sein, um Freizeit- und Bildungsangebote uneingeschränkt erreichbar zu gestalten. Der erste Schritt ist immer eine Bestandsaufnahme. Diese würde ich unter Einbeziehung vorhandener Jugendvertretungen (Schülervertreter, politische u.a. Jugendorganisationen) und kommunaler Vertreter erfassen, um festzustellen, wo etwas verbessert werden kann.

 

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