Willius-Senzer, CorneliaAktionen

Partei
FDP – Freie Demokratische Partei
Wahlkreis
27 - Mainz I
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 13.07.1943

Beruf: Unternehmerin

Erfahrung in der Jugendarbeit: Privater Unterricht von Benimm und Anstandsregeln an Schulen, Jugendpolitische Sprecherin der FDP Stadtratsfraktion Mainz
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Ich werde mich dafür einsetzen, dass schon in den Schulen das Interesse an Politik geweckt wird. Dies erfordert von den Lehrkräften Geschick und gute Konzepte. Am besten ist ein spielerischer Ansatz, um das Politikinteresse zu wecken. Darüber hinaus sollten Stadtratssitzungen und Landtagssitzungen besucht werden im Unterricht, um der Jugend gelebte Demokratie nahezubringen. Darüber hinaus sind feste Termine sowohl in den Kommunen als auch in der Landespolitik in den entsprechenden Ausschüssen fest zu etablieren, in denen Vertreter der Jugend ihren Forderungen Gehör verschaffen können. Auch Anträge zu stellen in den Parlamenten, muss der Jugend zu festen Zeiten möglich sein.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Ich werde mich für eine bessere Unterstützung der Vereine und Jugendorganisationen einsetzen. Nur mit mehr Geld und dem ehrenamtlichen Engagement werden wir eine Verbesserung in diesen Bereichen erzielen können. Dafür benötigen wir aber auch mehr Angebote für Jugendliche, wie Bolzplätze, Jugendhäuser, etc.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Die größte Herausforderung um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in RLP zu ermöglichen, ist die schulische Inklusion und Inklusion in Vereinen und Verbänden zum Erfolg zu führen. Auch die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern stellt die Politik vor große Herausforderungen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass endlich genügend Mittel eingesetzt werden, um ausreichend Lehrer, Betreuer und Übungsleiter in KITAS, Schulen und Vereinen einzustellen. Diese müssen selbstverständlich dafür geschult sein. Wichtig ist auch das Fortbestehen der unterschiedlichen Schulformen, denn jedes Kind ist anders und hat andere Ansprüche. Daher sollten wir ein möglichst breites Angebot unseren Kindern und Jugendlichen anbieten. Dafür werde ich mich nicht nur in meinem Wahlkreis einsetzen, sondern in ganz Rheinland-Pfalz.

 

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