Brück, BettinaAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
23 - Bernkastel-Kues / Morbach / Kirchberg (Hunsrück)
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 06.11.1967

Beruf: Diplom-Verwaltungswirtin

Erfahrung in der Jugendarbeit: Gruppenleiterin und Mitarbeiterin in Ferienfreizeiten des CVJM
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Jugendpolitik wird in Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren auf allen staatlichen Ebenen als Querschnittsaufgabe verstanden. Dies wird durch den Kinder- und Jugendbericht, der alle fünf Jahre erarbeitet wird, unterstützt. Alle politischen Ebenen von Land und Kommunen erhalten so Hinweise über die Bedürfnisse von Jugendlichen und können damit aktiv unter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen Politik vor Ort gestalten. Mit der Jugendstrategie „JES!“ ist eine gute Grundlage für eine eigenständige Jugendpolitik geschaffen worden. Der Weg der intensiven Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an allen sie betreffenden Entscheidungen, Entwicklungen und Prozessen muss im Sinne eines demokratischen Gemeinwesens konsequent in allen Lebensfeldern – von der Kita, über die Schule in alle gesellschaftliche Bereiche- fortgeführt werden, um die Forderungen von Kindern und Jugendlichen in deren Sinne umsetzen zu können.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Ich möchte Kinder- und Jugendpolitik zusammen betrachten. Trotz engen finanziellen Spielräumen wurden im Bereich der Jugendpolitik im Landeshaushalt leichte Steigerungen erreicht. Im Bereich der Kitas engagiert sich das Land sehr stark in der frühkindlichen Bildung. Ich will mich dafür einsetzen, dass die Forderungen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in den Kommunen ernst genommen und trotz knapper Kassen umgesetzt werden, z.B. Einrichtung von Kinder-, Schüler- und Jugendparlamenten, Bau von Jugendräumen und Jugendtreffs, Verbesserung des ÖPNV, Erhalt des Jugendtaxis, wohnortnahe gute Kitas und Schulen, Räume zu Freizeitgestaltung, Vernetzung der unterschiedlichen Initiativen und Aktivitäten. Das große Potential an ehrenamtlich engagierten jungen Menschen muss unterstützt und gefördert werden.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Ich werde mich weiter für die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei Kommunal- und Landtagswahlen einsetzen. So werden junge Menschen ernst genommen und Demokratie gelebt, erlern- und erlebbar gemacht. Deshalb werde ich die Arbeit von Jugendverbänden und –organisationen sowie die offene Jugendarbeit unterstützen. Bei kommunalen Planungsprojekten, z.B. Bauleitplanung, Dorferneuerung, Spielleitplanung etc., müssen Kinder und Jugendliche ihre Interessen einbringen und mitentscheiden können.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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