Simon, AnkeAktionen

Partei
SPD – Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Wahlkreis
35 - Ludwigshafen am Rhein I
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 31.03.1963

Beruf: Bankkauffrau

Erfahrung in der Jugendarbeit: Stellvertretende Vorsitzende des Trägervereins „BIL- Bürgerinitiative offene Jugendarbeit Ludwigshafen,

seit 2004 jugendpolitische Sprecherin der SPD im Stadtrat
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


Das Einüben demokratischer Instrumente möchte ich in den Einrichtungen ab dem Kindergarten über die Schule bis zu den Jugendverbänden weiter fördern. Weiterhin setze ich mich für ein Wahlalter ab 16 ein. Dies bedeutet auch einen früheren Sozialkundeunterricht, um bei der Wahl entsprechend informiert zu sein.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Als jugendpolitische Sprecherin habe ich im Stadtrat verhindern können, dass trotz der hohen Verschuldung der Stadt Ludwigshafen Einrichtungen der Jugendförderung geschlossen wurden. Dafür setze ich mich auch weiterhin ein. Auch ist es uns gelungen eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Jugendeinrichtungen mit Kultur und Sport voran zu bringen. Schul- und Straßensozialarbeit sind vor allem durch unseren Einsatz zu selbstverständlichen Bestandteilen unserer Jugendarbeit geworden. Ich will dieses Netzwerk für eine gelingende Integration nutzen.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


In Ludwigshafen und Rheinland-Pfalz wird schon viel getan. Die Herausforderung sehe ich im Bereich Inklusion, da es nicht reicht Strukturen zu verbessern. Es muss auch ein Umdenken in der Gesellschaft selbst stattfinden. In Ludwigshafen werde ich verstärkt das Thema Kinderarmut angehen.



© Bild: SPD-Fraktion | A. Heimann

 

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