Kessel, AdolfAktionen

Partei
CDU – Christlich Demokratische Union Deutschlands
Wahlkreis
32 - Worms
Persönliche Angaben
Geburtsdatum: 30.11.1957

Beruf: Kriminalbeamter a. D.

Erfahrung in der Jugendarbeit: Aktive Mitarbeit im Offenen Jugendtreff in Worms-Rheindürkheim; ehem. Mitglied der Christlichen Pfadfinder
1. Frage: Gute Jugendpolitik

Aus Sicht der Jugendverbände und Jugendringe funktioniert Gute Jugendpolitik ressortübergreifend und redet mit jungen Menschen statt über sie. Alle politischen Entscheidungen müssen bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen überprüft werden, im Land wie in der Kommune.

Wie werden Sie die Neuausrichtung der Jugendpolitik in Rheinland-Pfalz im Sinne einer Guten Jugendpolitik in der neuen Wahlperiode unterstützen?


In Worms wurde bereits vor Jahren ein Jugendparlament geschaffen. Auch in meinem Stadtteil Rheindürkheim fanden in der Vergangenheit mehrere Jugendforen statt. Die Jugendlichen finden durch die Mitarbeit im Jugendparlament den Zugang zur Politik und können eigene Ideen einbringen. Durch die Paten der Stadtratsfraktionen erfolgt der Transfer in die Stadtratsarbeit. Umgekehrt ist es notwendig, dass Ratsangelegenheiten auch im Jugendparlament beraten und das Votum der Jugendlichen bei den Entscheidungen des Rates berücksichtigt wird. Auf der Ebene des Landtages sollten im Rahmen der Anhörung in den Ausschüssen die Meinung der Jugendlichen stärker einfließen.
2. Frage: Finanzierung der Jugendarbeit als Infrastruktur

Die öffentlichen Ausgaben für Jugendarbeit stagnieren seit Jahrzehnten. Gemessen an den Gesamtausgaben für die Jugendhilfe (hier vor allem für Kindertagesbetreuung) geht der Anteil der Ausgaben für Jugendarbeit immer weiter zurück und liegt aktuell in Rheinland-Pfalz bei 3,4 %. Damit liegen wir – wie üblich in diesem Bereich – klar unter dem Bundesdurchschnitt. Mit dem Argument der Einhaltung der Schuldenbremse werden häufig existenziell notwendige Ausgaben für die Erhaltung und den dringend nötigen Ausbau der Jugendarbeit im Sinne einer örtlich vorzuhaltenden Infrastruktur nicht getätigt. Dies schadet der jungen Generation.

Was werden Sie persönlich tun, um Angebote und Strukturen der Jugendarbeit im Land und in der Kommune abzusichern und zu stärken?


Eine erfolgreiche Jugendarbeit schlägt sich positiv in den Bereichen Bildung und in zunehmenden Maß auch präventiv bei der Inneren Sicherheit nieder. Da Bildung, Innere Sicherheit und Generationengerechtigkeit die politischen Schwerpunkte der CDU auf Landesebene darstellen, werden wir in diesen Bereichen auch die finanziellen Schwerpunkte im Landeshaushalt setzen. Bei der Bewertung der Angebote in der Jugendarbeit muss zukünftig ein größeres Gewicht auf die Qualität der Maßnahme und nicht ausschließlich auf die bloßen Teilnehmerzahlen gelegt werden.
3. Frage: Vielfalt und Teilhabe

Alle Kinder und Jugendlichen haben – in Grundgesetz sowie Kinder- und Jugendhilfegesetz verankerte – Rechte auf Bildung, Beteiligung, vollständige und gleichberechtigte Teilhabe, Inklusion, Förderung und Schutz, unabhängig von ihrer sozialen oder kulturellen Herkunft, Ethnie, Religion, ihres Geschlechts, Alters oder ihrer sexuellen Identität.

Wo sehen Sie persönlich die größte Herausforderung, um Vielfalt und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Rheinland-Pfalz zu ermöglichen? Was wird Ihr erster Schritt sein, um diese Herausforderung in Ihrem Wahlkreis anzugehen?


Ich werde weiterhin am 21. März dem Internationalen Tag gegen den Rassismus und am 9. November die Schulen in meinem Wahlkreis besuchen und Schulklassen nach Mainz in den Landtag einladen. Die beiden Gedenktage sind Anlass, um mit den Schülerinnen und Schülern über die Gefahren für unserer Demokratie ins Gespräch zu kommen und sie von der Wichtigkeit einer aktiven Beteiligung am politischen Geschehen zu überzeugen. Die Hälfte der zu uns kommenden Flüchtlinge ist jünger als 25 Jahre. Damit es nicht zur tatsächlichen oder vermeintlichen Konkurrenz sondern zu einer gelingenden Integration zwischen ihnen und den bei uns geborenen Jugendlichen kommt, sind Maßnahmen des gegenseitigen Kennen- und Schätzenlernens dringend erforderlich.

 

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